Oh weija Google Maps!!!
Wir wollen, wie in allen LĂ€ndern vorher, nicht nur auf den Hauptstrassen fahren, sondern suchen uns ein potentiell schönes Ziel etwas abseits. Leider kennt Google Maps den Unterschied zwischen gepflasterten und Naturstrassen nicht. Wir fahren kilometerweit auf âWaschbretternâ. Anstatt der angezeigten 80kmh fahren wir 10-15kmh und der Camper schĂŒttelt es wie verrĂŒckt. Zora hasst es genauso wie wir.
Nach der fast 4 km langen SchĂŒttelbecher Fahrt landen wir schliesslich an einem schönen Ort, wo wir fast alleine stehen. Das soll uns an anderen Tag nicht mehr passieren. Denkste, Google fĂŒhrt uns wiederum auf den vermeintlich schnellsten Weg auf eine schreckliche Schotterstrasse, dieses mal 15km langđ© In LiepĂ€ja erleben wir die Trostlosigkeit einer ehemaligen sowjetischen Armeestadt. Hunderte kasernenartige Ăberbauungen in einem himmeltraurigen Zustand. Diese Menschen sind zu bedauern. Vielleicht finden sie Trost in einer der dutzenden Kirchen, wie der eindrĂŒcklichen orthodoxen St. Nicholas Kathedrale, an welche wir in mitten von schrecklichen Plattenbauten, zufĂ€llig heranfahren.
Wir ĂŒbernachten am Meer auf einem ehemaligen MilitĂ€rgelĂ€nde, welches abends von vielen jungen Menschen als Treffpunkt genutzt wird. Wir können das eigenartige Balzverhalten nicht ganz ergrĂŒnden.